Gesundheitskolumne

Zecken (Teil 2)

Lars Radünz, Apotheker
Staggenborg-Apotheke im Marktkauf, Elmshorn
erschienen 02. August 2010

Bild: Zecken (Teil 2)
Gegen Zeckenstiche kann man sich mittels sog. Repellentien schützen. Dies sind chemische (z.B. Autan®) oder natürliche (z.B. Zanzarin®) Produkte, die die Zecken fernhalten. Dabei ist allerdings darauf zu achten, dass die Mittel auf der gesamten unbedeckten Haut (mit Ausnahme von Schleimhäuten oder verletzten Hautstellen) lückenlos aufgetragen werden und dass der Schutz nach einer gewissen Zeit erneuert werden muss. Sollten Sie trotzdem an Ihrem Körper eine festsitzende Zecke entdecken, so können Sie diese mit einer Zeckenzange oder einer feinen Pinzette aus der Haut ziehen. Man greift das Tier möglichst weit vorne am Kopf und zieht es langsam ohne jegliches Drehen oder Quetschen nach oben raus. Danach wird die Einstichstelle desinfiziert, z.B. mit Betaisodona®. Wenn Sie sich das Entfernen einer Zecke nicht zutrauen, lassen Sie es sicherheitshalber von einem Arzt machen. Auf gar keinen Fall sollte beim Entfernen des Tieres auf „Hausmittel“ wie Öl, Klebstoff oder Alkohol zurückgegriffen werden, denn dadurch wird die Zecke noch eher zum Absondern ihres Krankheitserreger enthaltenden Speichels gebracht.
Hunde und Katzen werden beim Aufenthalt im Freien ebenfalls oft von Zecken heimgesucht. Sie können durch entsprechende Produkte aus der Apotheke, wie z.B. Frontline®, geschützt werden. Diese Mittel sind jedoch nicht für den Menschen geeignet!