Gesundheitskolumne
Zecken Teil 1 von 2
Lars Radünz, Apotheker
Staggenborg-Apotheke im Marktkauf, Elmshorn
erschienen 26.Juli2010
Zecken bleiben durch Abstreifen von Sträuchern oder hohen Gräsern an Ihrem Wirt hängen. Man sollte daher nach einem Aufenthalt in Mutter Natur, beispielsweise Kinder nach dem Spielen im Freien, den Körper nach Zecken absuchen. Diese suchen sich bevorzugt feuchte, warme Körperstellen, wie z.B. die Leistengegend. Der Stich wird meist gar nicht bemerkt, daher ist das gründliche Absuchen des Körpers umso wichtiger.
Doch warum kann ein Zeckenstich so gefährlich werden ? Viele Zecken tragen Borreliose-Bakterien in sich. Nicht jeder Zeckenstich führt zur Borreliose-Erkrankung, allerdings sollte beim Auftreten einer ringförmigen Rötung um die Einstichstelle zur genaueren Abklärung ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt, wenn es nach einem Zeckenstich zu Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Lymphknotenschwellungen kommt. Rechtzeitig erkannt lässt sich die Erkrankung mit Antibiotika gut behandeln.
Desweiteren können Zecken den Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Form der Hirnhautentzündung, in sich tragen. Dieses Virus tragen allerdings weniger Zecken in sich als den Borreliose-Erreger. Es gibt aber Gebiete, z.B. im Süden Deutschlands, in denen dieses Virus häufiger vorkommt. Genauere Informationen zur regionalen Verbreitung des FSME-Virus erhält man z.B. im Internet auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts. Es gibt die Möglichkeit, sich gegen den FSME-Erreger impfen zu lassen. Dies ist vor allem empfehlenswert für Menschen, die in ein entsprechendes Risikogebiet verreisen möchten oder viel in der Natur sind, wie z.B. Forstarbeiter.
