Gesundheitskolumne
Sonnenallergie (Teil 2)
Bettina Hoffmeister-Teichert, Apothekerin
Staggenborg-Apotheke im PLAZA, Buxtehude
erschienen 19. Juli 2010
Die häufigste der Sonnenallergien betrifft bevorzugt Hautpartien, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind (Ausschnitt, Schultern, Nacken). Meist äußert sich die PMD mit Quaddeln, juckenden Flecken oder Bläschen. Verantwortlich für diese Hauterscheinungen ist die UVA-Strahlung. Meist sind junge Frauen davon betroffen. Die Hauterscheinungen sind nicht sehr gut vorhersagbar und verschwinden oft nach ungefähr ein bis drei Wochen Sonnengewöhnung, oder sie treten nur im Urlaub im Süden auf. Zur Vorbeugung wird die Einnahme von Beta-Caroten (Provitamin A), beginnend rund einen Monat vor Antritt der Reise, empfohlen. Man startet mit einer Dosis von 75 bis 100 Milligramm, nach zwei Wochen wird auf 50 Milligramm reduziert. Diese Dosis sollte auch während des Urlaubs eingenommen werden. Wichtig ist auch die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor. Bei starken Beschwerden kann zur Gewöhnung der Haut an das Licht eine stufenweise Lichttherapie beim Hautarzt sinnvoll sein.
Die Behandlung der polymorphen Lichtdermatose besteht zunächst ganz einfach in der Meidung der Sonneneinstrahlung.
Ansonsten:
1.Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor!
2. Benutzen Sie fettarme und emulgatorfreie Körper- und Sonnenpflegeprodukte!
3.Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen, die Dauer der Sonnenbäder nur langsam steigern.
4.Vorbeugendene Einnahme von Kalzium.
5.Bei Aufterten behandlungsbedürftiger Hautveränderungen kurzzeitige Anwendung von
Cortison-Cremes
6. evtl. Einnahme von Antihistaminika in Tablettenform.
Ob die Ferien am Meer oder im Gebirge Freude und Erholung mit sich bringen, hängt letztlich von den geeigneten Vorsorgemaßnahmen ab.
