Gesundheitskolumne
Sonnenallergie (Teil 1)
Bettina Hoffmeister-Teichert, Apothekerin
Staggenborg-Apotheke im PLAZA, Buxtehude
erschienen 12. Juli 2010
Bei der Sonnenallergie kommt es einige Stunden (bis wenige Tage) nach Sonneneinwirkung an der bestrahlten Haut zu ganz verschiedenen Hautveränderungen wie z. B. Rötungen, Knötchen, Bläschen, Pusteln und polsterartigen Verdickungen, verbunden mit intensivem Brennen und starkem Juckreiz. Die Beschwerden beginnen meist mit der ersten stärkeren Sonnenbestrahlung im Frühling, um dann im Laufe des Sommers allmählich schwächer zu werden, weil sich die Haut an die Strahlen gewöhnt hat. Während eines Sonnen-Urlaubs und der damit einhergehenden deutlich intensiveren Sonneneinwirkung brechen die Beschwerden jedoch oft wieder aus. Hellhäutige Personen und Menschen mit empfindlicher Haut sind besonders häufig betroffen.
Ursache der photoallergischen Hautreaktionen ist eine Überempfindlichkeit gegenüber den UV-Strahlen des Sonnenlichts. Besonders die langwelligen UVA-Strahlen sind heimtückisch, weil sie praktisch immer vorhanden sind (auch hinter Glas, z. B. im Auto kann es zu o.g. Hautveränderungen kommen, obwohl hier die Sonnenbrand-auslösenden UV-B-Strahlen ausgefiltert sind!) und die schädigende Wirkung der UVB-Strahlen verstärken. Sie sind vor allem an der Entstehung eines Sonnenbrandes beteiligt und spielen eine Hauptrolle bei der Sonnenallergie.
Die häufigste Form der Sonnenallergien ist die Polymorphe Lichtdermatose (PMD).
