Gesundheitskolumne
Hautpflege bei Acne vulgaris oder gewöhnlicher Akne. Teil 1 von 3
Bela Efros, Apothekerin
Staggenborg-Apotheke im PLAZA, Buxtehude
erschienen 14. Juni 2010
Lästige Mitesser, Pappeln und Pusteln, juckende manchmal schmerzhaft gespannte Haut belasten die Psyche enorm, erschweren Kontakte und können zu sozialer Isolationen führen.
Die alten Vorurteile gegen Akne, das die Krankheit nur Personen betrifft, die Ihre Haut schlecht und selten reinigen stimmt nicht. Steiler Anstieg von Androgenen, männlichen sexual Hormonen, die nicht nur bei Jungen, auch in kleinerem Ausmaß bei Mädchen in der Pubertät produziert werden, sind dafür verantwortlich.
Die Hormonelle Umstellung verursacht eine Erhöhung der Talgproduktion. Die Zusammensetzung des Talges ändert sich. Die Zahl von Komponenten, die Reizungen der Haut verursachen, aber auch die Entzündungen hervorrufen und verstärken, erhöht sich rasch. Dazu kommt eine verstärkte Bildung der Hornhaut.
Der Talg, produziert in Talgdrüsen, wird durch spezielle Kanäle zur Hautoberfläche transportiert. Wenn diese Kanäle oder Poren durch gesteigerte Bildung der Hornhaut verstopft bleiben und der Talg durch Sauerstoff aus der Luft oxidiert, entstehen typische Komedonen. Wenn diese Komedonen nicht rechtzeitig entfernt werden, um den Abfluss des Talges zu gewährleisten, reizen die Bestandteile des Talges die Wände der Poren und verursachen Entzündungen.
Entzündete Knötchen, oder Pappeln enthalten zuerst keinen Eiter. Bleiben diese aber unbehandelt, bilden sich Eiterbläschen oder Pusteln. Die Bakterien, welche die Hautoberfläche besiedeln, tragen zur Verbreitung der Entzündung bei. Die Kombination aus Komedonen, Pappeln und Pusteln macht das typischen Hautbild der Akne aus.
