Gesundheitskolumne
Schwere Beine
Uwe Knabe, Apotheker
Staggenborg-Apotheke im Marktkauf, Elmshorn
erschienen 07. Juni 2010
Hauptursachen dafür sind erblich bedingte schwache Venen, Übergewicht, Bewegungsmangel, langes Stehen, fortgeschrittenes Alter und Schwangerschaft.
Die Venen transportieren das Blut aus allen Körperteilen, zum Teil gegen die Schwerkraft, zum Herzen zurück. Damit das Blut dabei nicht in die falsche Richtung fließt, haben die Venen im Abstand von 4 bis 7cm Ventilklappen, die das Zurückfließen verhindern. Außerdem unterstützt die "Muskelpumpe" den Rücktransport des Blutes; Vor allem wenn die Wadenmuskeln arbeiten, werden die Venen zusammengedrückt und geleert.
Bei Belastung der Venen, (z.B. bei Ausübung eines stehenden Berufes oder in der Schwangerschaft) und infolge einer Venenwandschwäche sind die Venenwände der Belastung nicht mehr gewachsen und geben nach. Durch die Erweiterung funktionieren die Venenklappen nicht mehr richtig und ein Teil des Blutes staut sich zurück.
Dann steigt der Druck innerhalb der Venen, und das Blut sucht sich andere Wege, um zum Herzen zurückzugelangen, vorzugsweise die neben den tiefen Venen verlaufenden anderen Venen sowie die oberflächlich gelegenen. Diese sind aber nicht darauf ausgelegt, so große Mengen Blut zu transportieren und weiten sich immer mehr. Infolgedessen schließen auch dort die Venenklappen nicht mehr richtig, und es entstehen Krampfadern.
Wenn Sie Schmerzen oder Schwellungen in den Beinen verspüren, sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Erst nach Ausschluss einer Venenentzündung oder Thrombose können Sie therapeutische Maßnahmen ergreifen. Blutgerinnungshemmende Salben oder Gele und Venenmittel zum Einnehmen lindern die Beschwerden. Lassen Sie sich vom Arzt oder Apotheker beraten.
