Gesundheitskolumne
Warum gibt es bisher gängige Hämorrhoidensalben teilweise nicht mehr?
Antje Syré, Apothekerin
Staggenborg- Apotheke im EDEKA, Elmshorn
erschienen 31. Mai 2010
Zahlreiche Spontanmeldungen zu kontaktallergischen Reaktionen nach Bufexamac-Anwendung hatten das BfArM veranlasst, im Jahr 2002 ein Stufenplanverfahren einzuleiten. Nach gründlicher Prüfung der von den Unternehmen vorgelegten Unterlagen und Literaturrecherchen kam das BfArM dann zu dem Schluss, dass eine Behandlung mit dem Bufexamac mit einem hohen Risiko für Kontaktallergien einhergeht. Vor diesem Hintergrund hatte das BfArM daher im November 2009 im Rahmen der Stufe II des Stufenplanverfahrens angekündigt, die Zulassung zu widerrufen. Nach EU-Recht schloss sich noch ein EU-weites Risikobewertungsverfahren an, das jetzt zu dem gleichen Ergebnis kam.
Bei Ihnen treten jetzt womöglich zwei Fragen auf: 1. Habe ich mir bisher geschadet? Die betroffenen Arzneimittel sind wegen des hohen Risikos für Kontaktallergien vom Markt genommen worden, d.h. wenn sie ihr Arzneimittel bisher gut vertragen haben, ist jetzt nicht mehr mit Nebenwirkungen zu rechnen. Dieser Schritt dient der allgemeinen Arzneimittelsicherheit. 2. Welche Alternative habe ich? Neben vielen allgemeinen Tipps wie u.a. ballaststoffreiche Kost und viel trinken gibt es nach wie vor viele Arzneimittel, die Bufexamac einfach nicht enthalten und die Ihnen Linderung verschaffen werden. Bei Fragen wenden Sie sich gern an uns.
