Gesundheitskolumne
Vaginalmykosen
Emma Römmich, Apothekerin
Staggenborg-Apotheke im PLAZA, Buxtehude
erschienen 17. Mai 2010
Ursachen für diese Beschwerden kann z.B. die Einnahme eines Antibiotikums sein, welches die Vaginalflora schädigt. Der PH-Wert steigt und fördert somit die Entstehung von Vaginalmykosen.
Weitere Ursachen für eine PH-Wert Änderung können Stress, Hormonschwankungen, enge und luftundurchlässige Kleidung, oder auch nicht atmungsaktive Slipeinlagen sein.
Als „schnelle Helfer“ bekommt man rezeptfrei, zur lokalen Anwendung für drei Tage, in der Apotheke,Vaginaltabletten und Cremes, auch als Kombi-Packung (z.B. Kadefungin®, Fungizid ratio®, Canesten Gyn®).
Die Vaginaltabletten werden mit Hilfe eines Applikators tief in die Scheide eingeführt, am besten abends. So können sie über Nacht gut wirken.
Für den äußeren Bereich ist eine Creme 2-3x täglich über eine Woche lang anzuwenden.
Die Beschwerden klingen in der Regel nach Spätestens drei Tagen ab.
Um die Vaginalflora nach einer erfolgreichen Behandlung mit Antimykotika zu stärken, sollte man ca. eine Woche jeden Abend Milchsäure Zäpfchen (z.B. Vagiflor®) anwenden, um den PH-Wert der Scheide zu stabilisieren.
Da nicht für alle Beschwerden im Intimbereich eine Vaginalmykose die Ursache sein muss, ist für den Fall, dass die Therapie nicht anspricht, ein Arzt aufzusuchen.
Wichtig ist zudem die Genitalhygiene. Hier für sind in der Apotheke spezielle Waschlotionen erhältlich (z.B. Lactacyd femina®, Vagisan®).
Diese enthalten ebenfalls Milchsäure, ein natürlicher Bestandteil der Hautflora und unterstützen somit die natürliche Schutzfunktion der Haut.
