Gesundheitskolumne
Auf den Patienten Kommt es an (Teil 2)
Silke Bürger, Apothekerin
Staggenborg-Apotheke im Marktkauf, Prisdorf
erschienen 06. April 2010
Nach Schätzungen halten sich maximal 50 Prozent von chronisch Kranken genau an den ärztlichen Rat.
Einige Patienten lassen sich durch Beipackzettel verunsichern, bei Langzeittherapien schleicht sich Vergesslichkeit ein.
Durchschnittlich jeder 4. Patient hält sich nach Organverpflanzung nicht an die vorgeschriebene Medikamenteneinnahme. Das kann im schlimmsten Fall zum Versagen des Organs führen.
HIV-Patienten schwächen Ihr Immunsystem durch inkonsequente Befolgung des Therapieplans. Lässt ein Patient nur jede 5. Dosis weg, versagt die Therapie bereits bei 50 % der Fälle.
Einige Blutdruckpatienten neigen dazu, ihre tägliche Tabletteneinnahme einzustellen. Sie bedenken nicht, dass ihre Blutdruckwerte nur deshalb im Normbereich liegen, weil sie ein Medikament einnehmen.
Von Diabetikern wird hohe Disziplin beim Befolgen der ärztlichen Verordnung erwartet. Der Blutzucker muss gut eingestellt sein, um mögliche Folgeschäden an Gefäßen, Nieren und Augen zu vermeiden.
Psychopharmaka entfalten ihre Wirkung oft erst nach 3 - 4 Wochen. Der Einnahmebeginn kann von Nebenwirkungen begleitet sein. Für manchen Patienten ein Signal, die begonnene Therapie gleich wieder einzustellen.
Bei Antibiotika ist es wichtig, die vom Arzt angeordnete Therapiedauer durchzuhalten, auch wenn Krankheitssymptome sich gebessert haben.
Die Liste ließe sich fortsetzen.
Fragen Sie gerne bei Unsicherheit Ihren Arzt oder Apotheker.
