Gesundheitskolumne

Methoden, um die Gedächtnisleistung zu erhalten

René Schneider, Apotheker
Staggenborg - Apotheke im PLAZA, Buxtehude
erschienen 18. Januar 2010

Bild: Methoden, um die Gedächtnisleistung zu erhalten
Wenn die Gedächtnisleistung im Alter abnimmt, ist das ein Zustand gegen den jeder mit gezieltem Training oder durch meist pflanzliche Arzneimittel etwas unternehmen kann. Aber auch Überlastung im Alltag oder eine unausgewogene Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen kann zu einer verminderten geistigen Leistungsfähigkeit führen. Aufgrund einer Verlangsamung der Informationsübertragung im Alter zwischen den Nervenzellen, sind Ereignisse, die lange zurückliegen meist präsenter, während aktuelle Termine und Gegebenheiten schnell vergessen werden.
Wer jedoch gerne und häufig Kreuzwort- oder Sudoku-Rätsel löst, Strategie- oder Gedächtnisspiele spielt, der macht genau das richtige, um seine Gehirnleistung bis in das hohe Alter zu erhalten.
Aber auch die Natur hält zum Erhalt der Gedächtnisleistung Arzneipflanzen bereit. Gut wirksame Arzneimittel werden aus dem lebenden Fossil Ginkgo gewonnen. Die Pflanze stammt ursprünglich aus China und Japan und wird dort schon lange arzneilich angewendet, diese wird inzwischen auch in Deutschland und Europa in Parks und Gärten als Zierpflanze und zur Arzneimittelgewinnung kultiviert. Anwendung finden Teeaufgüsse der Blätter oder aus Pflanzenextrakten hergestellte Fertigarzneimittel (Tebonin®, Gingium®). Diese erhöhen die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung der grauen Zellen, verhindern die altersbedingte Rückbildung bestimmter „Schaltstellen“ der Nervenzellen, den Rezeptoren und entschärfen schädliche Sauerstoffradikale. Sauerstoffradikale sind aggressive chemische Verbindungen, die Bestandteile der Körperzellen schädigen und zerstören können. Weitere pflanzliche Arzneimittel werden aus der Ginseng Wurzel (Ginsana®) oder der ähnlich wirkenden Taigawurzel (Eleu Curarina®) hergestellt, diese werden bei Müdigkeits- und Schwächegefühl sowie nachlassender Leistungsfähigkeit angewendet. Diese Präparate können drei Monate oder länger angewendet werden.
In der Apotheke erhalten Sie aber auch Vitamin- und Mineralstoffpräparate für geistige Fitness und ein gutes Gedächtnis. So schützen die Vitamine A und E vor freien Sauerstoffradikalen. Auch Vitamin C schützt vor diesen Radikalen, ist zusätzlich wie auch die B-Vitamine an dem Aufbau, der Botenstoffen des Gehirns beteiligt. Die B-Vitamine dienen mit Ihrer Funktion im Botenstoff-Stoffwechsel der Konzentration, Aufmerksamkeit und sorgen für eine gute Stimmung. Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter sind für die Übertragung von Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle zuständig.
Wichtige Mineralstoffe für die Hirnleistung sind Kalzium, fördert die Lernleistung durch eine verbesserte Informationsübertragung, Magnesium - ist wichtig für den Energiehaushalt der Nervenzellen, fördert dadurch den Stressabbau und Eisen,ein elementarer Bestandteil des Bluttransportierenden Eiweißes Hämoglobin und fördert somit die Sauerstoffversorgung des Gehirns.
Wenn Sie und Ihre Mitmenschen jedoch eine dauerhafte Abnahme Ihrer Hirnleistung bemerken, so sollte Sie dies durch einen Arzt gründlich untersuchen lassen. Eine ernsthafte Krankheit, könnte die Ursache sein. Hier helfen nur verschreibungspflichtige Arzneimittel.