Gesundheitskolumne
Osteoporose- Die Gefahr im Verborgenen
Antje Syré, Apothekerin
Staggenborg - Apotheke im EDEKA, Elmshorn
erschienen 11. Januar 2010
Osteoporose bedeutet Knochenschwund und ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen. Es kommt zur Verminderung von Knochenmasse und Störung der Knochenstruktur. Schmerzen und Knochenbrüche sind die Folge. Knochen sind eine „ständige Baustelle“. Knochenaufbau und Knochenabbau stehen in einem Wechselspiel. Im ca. 30. Lebensjahr ist die Knochenmasse maximal aufgebaut, danach überwiegt der Knochenabbau. Das Wechselspiel von Knochenauf-und abbau ist gestört, so dass „poröse“ Knochen entstehen, die viel leichter brechen. Entweder wird zu wenig Calcium in den Knochen eingelagert oder es wird zu viel Calcium aus dem Knochen herausgelöst. Dieser Prozess verläuft häufig unbemerkt und über viele Jahre hinweg.
Risikofaktoren sind u.a.erbliche Veranlagung, Calcium-und/oder Vitamin D-Mangel, Bewegungsmangel, Rauchen, Wechseljahre, Alkohol und bestimmte Medikamente (z.B Cortison). Symptome sind Schmerzen, vor allem am Rücken, Steifigkeit und Rundrückenbildung. Körpergröße nimmt deutlich ab (mehr als 4 cm), da die Wirbelsäule in sich „zusammensackt“. Vermehrt treten Knochenbrüche auf. Der Oberschenkelhalsbruch ist die schwerwiegendste Komplikation der Osteoporose.
Was können Sie tun? Das wichtigste ist viel körperliche Bewegung, denn körperliche Aktivität ist für den Knochenstoffwechsel sehr wichtig. Neben den Knochen werden auch die Gelenke und die Muskeln gestärkt. Außerdem sollten Sie auf eine gesunde calciumreiche Ernährung achten. Der tägliche Calciumbedarf liegt bei 1200-1500 mg Calcium. Besonders viel Calcium ist in Milch und Milchprodukten enthalten. Gleichzeitig vermeiden Sie am besten Calciumräuber. Calciumräuber sind sind Lebensmittel, die die Aufnahme von Calcium in die Knochen verhindern. Dazu zählen beispielsweise Phosphate (Cola, Schweinefleisch, Fertiggerichte), Oxalsäure (Kakao, Schokolade, Rhabarber, Spinat) und Genussmittel (Alkohol, Rauchen, Kaffee). Osteoporose muss so früh wie möglich erkannt und auch therapiert werden, um das Risiko für Folgen so gering wie möglich zu halten. Zur Therapie wird u.a. die Alendronsäure eingesetzt. Der Knochenabbau wird so gehemmt und der Knochen wieder gestärkt. Die Basis bildet immer eine gute Versorgung mit Calcium und Vitamin D. Calcium ist wichtig für die Stabilität der Knochen. Vitamin D sorgt dafür, dass der Körper Calcium aufnehmen und in die Knochen einlagern kann. Gerade im Winter ist eine Vitamin D- Ergänzung sinnvoll, da unser Körper nur bei Sonnenbestrahlung selbst Vitamin D bilden kann. Calcium und Vitamin D können Sie einfach in Form von Brausetabletten oder Kautabletten als Kombination (z.B. Calcium Sandoz D Osteo ®) ergänzen. Fazit: Lassen Sie Ihre Knochendichte überprüfen, bewegen Sie sich ausreichend, achten Sie auf eine „knochengesunde“ Ernährung.
