Gesundheitskolumne
Schweinegrippe - Impfen verhindert eine Pandemie
Jan Philipp Paltins, Apotheker
Staggenborg-Apotheke im PLAZA, Buxtehude
erschienen 30. November 2009
Etwa Mitte Februar begann ein Ausbruch grippeähnlicher Erkrankungen in der Kleinstadt La Gloria, Mexiko. Sechshundertsechzehn Personen, zumeist jüngeren Alters, waren aus einer Gesamtbevölkerung von 1575 betroffen.
Nachgewiesen werden konnte das (neue) Influenza A/H1N1/2009 Virus nur bei einer Person, Vermutungen legen aber nahe das es maßgeblich beteiligt war. Von diesem ersten Fall bis zu einer Verbreitung des Virus auf 74 Länder mit geschätzten 30.000 Infektionen dauerte es nur bis Mitte Juni. Das geläufiger als „Schweinegrippe“ bezeichnete Virus erfüllt u.a. damit alle Kriterien, um von der WHO als Pandemisches – also weltweit sich rasch verbreitendes und viele Menschen befallenendes - Virus bezeichnet zu werden.
Ist das jetzt etwas Neues? Influenza Epi- und Pandemien ziehen sich schon seit langer Zeit durch die menschliche Gesellschaft, teils weniger – teils stärker virulent. Neu an dieser H1N1- Pandemie ist, das sie extrem früh erkannt, identifiziert und ihr Verlauf verfolgt wurde. Als Mischling verschiedener Grippestämme lag zum Ausbruchszeitraum kein natürlicher Immunschutz der Bevölkerung vor, was natürlich eine rasante Ausbreitung begünstigte.
Viel an dieser Erkrankung liegt noch im rein spekulativen. Niemand ist derzeit in der Lage vorherzusagen, wie sich diese Erkrankung weiterentwickelt.
Derzeitig wird die Schwere der Infektion als allgemein milder, im Verhältnis zur saisonalen Grippe, beschrieben, erstaunlicherweise die Sterberate als etwa ebenbürtig. Sicher ist, dass allein durch eine extrem große Medienpräsenz die Gemüter allgemein sehr polarisiert wurden.
Ist das der richtige Weg? Müssen wir die Gefahr über- oder unterschätzen, um uns damit zu beschäftigen? Jede Influenzawelle fordert jedes Jahr Menschenleben, ohne großes Aufsehen zu erregen und wandert einmal um die Welt. Für die saisonale Grippe existiert ein Impfstoff, für die neue Influenza auch.
Dieser Impfstoff mag sich nicht so rechter Beliebtheit erfreuen, sei es durch die Tatsache, dass er Wirkverstärker enthält oder durch die Tatsache dass er nicht so recht getestet werden konnte. Auf der anderen Seite ist er die beste Möglichkeit die wir derzeit haben, um uns nicht mit der neuen Grippe zu infizieren und die Erkrankung weiter durch die Bevölkerung zu tragen.
Ich habe mich impfen lassen.
Ich halte es für sinnvoll im Gesundheitswesen das Risiko zu minimieren, einen Virus mit schlecht bekanntem Gefahrenpotential zu bekommen oder ihn weiterzugeben.
Die Möglichkeit von Impfkomplikationen ist zwar gegeben, verglichen mit den Komplikationen anderer Medikamente aber nicht besonders hoch. Virustatische Medikamente wie Oseltamivir (Tamiflu®) scheinen zu helfen – sind aber auch nur für den Fall einer bestätigten Influenza-Infektion gedacht, keinesfalls zur Prävention --- Vorabkäufe lohnen sich also zumeist nicht und die Nebenwirkungen können heftig sein.
Persönliche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll.
Gesichtsmasken, gleich welcher Filterklasse, bieten kaum wirksamen Schutz vor einer Infektion, Infizierte hingegen sollten sie tragen um das Virus in seiner Verbreitung einzuschränken.
Regelmäßige Handesinfektion ist ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme (zudem gleichzeitig die Ausbreitung anderer Viren gehemmt wird).
Wenn sie weitere Fragen haben finden sie auch auf der Internetseite des Robert Koch Institutes Hilfe unter www.rki.de
Nachgewiesen werden konnte das (neue) Influenza A/H1N1/2009 Virus nur bei einer Person, Vermutungen legen aber nahe das es maßgeblich beteiligt war. Von diesem ersten Fall bis zu einer Verbreitung des Virus auf 74 Länder mit geschätzten 30.000 Infektionen dauerte es nur bis Mitte Juni. Das geläufiger als „Schweinegrippe“ bezeichnete Virus erfüllt u.a. damit alle Kriterien, um von der WHO als Pandemisches – also weltweit sich rasch verbreitendes und viele Menschen befallenendes - Virus bezeichnet zu werden.
Ist das jetzt etwas Neues? Influenza Epi- und Pandemien ziehen sich schon seit langer Zeit durch die menschliche Gesellschaft, teils weniger – teils stärker virulent. Neu an dieser H1N1- Pandemie ist, das sie extrem früh erkannt, identifiziert und ihr Verlauf verfolgt wurde. Als Mischling verschiedener Grippestämme lag zum Ausbruchszeitraum kein natürlicher Immunschutz der Bevölkerung vor, was natürlich eine rasante Ausbreitung begünstigte.
Viel an dieser Erkrankung liegt noch im rein spekulativen. Niemand ist derzeit in der Lage vorherzusagen, wie sich diese Erkrankung weiterentwickelt.
Derzeitig wird die Schwere der Infektion als allgemein milder, im Verhältnis zur saisonalen Grippe, beschrieben, erstaunlicherweise die Sterberate als etwa ebenbürtig. Sicher ist, dass allein durch eine extrem große Medienpräsenz die Gemüter allgemein sehr polarisiert wurden.
Ist das der richtige Weg? Müssen wir die Gefahr über- oder unterschätzen, um uns damit zu beschäftigen? Jede Influenzawelle fordert jedes Jahr Menschenleben, ohne großes Aufsehen zu erregen und wandert einmal um die Welt. Für die saisonale Grippe existiert ein Impfstoff, für die neue Influenza auch.
Dieser Impfstoff mag sich nicht so rechter Beliebtheit erfreuen, sei es durch die Tatsache, dass er Wirkverstärker enthält oder durch die Tatsache dass er nicht so recht getestet werden konnte. Auf der anderen Seite ist er die beste Möglichkeit die wir derzeit haben, um uns nicht mit der neuen Grippe zu infizieren und die Erkrankung weiter durch die Bevölkerung zu tragen.
Ich habe mich impfen lassen.
Ich halte es für sinnvoll im Gesundheitswesen das Risiko zu minimieren, einen Virus mit schlecht bekanntem Gefahrenpotential zu bekommen oder ihn weiterzugeben.
Die Möglichkeit von Impfkomplikationen ist zwar gegeben, verglichen mit den Komplikationen anderer Medikamente aber nicht besonders hoch. Virustatische Medikamente wie Oseltamivir (Tamiflu®) scheinen zu helfen – sind aber auch nur für den Fall einer bestätigten Influenza-Infektion gedacht, keinesfalls zur Prävention --- Vorabkäufe lohnen sich also zumeist nicht und die Nebenwirkungen können heftig sein.
Persönliche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll.
Gesichtsmasken, gleich welcher Filterklasse, bieten kaum wirksamen Schutz vor einer Infektion, Infizierte hingegen sollten sie tragen um das Virus in seiner Verbreitung einzuschränken.
Regelmäßige Handesinfektion ist ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme (zudem gleichzeitig die Ausbreitung anderer Viren gehemmt wird).
Wenn sie weitere Fragen haben finden sie auch auf der Internetseite des Robert Koch Institutes Hilfe unter www.rki.de
