Gesundheitskolumne
Sodbrennen – Wenn sauer nicht lustig macht
Lars Radünz, Apotheker
Staggenborg-Apotheke im Marktkauf, Elmshorn
erschienen 31. August 2009
Sodbrennen kann durch viele Faktoren ausgelöst werden. Scharfes und fettes Essen, koffein- und kohlensäurehaltige Getränke, Süßigkeiten sowie Alkohol erhöhen die Magensäureproduktion und können somit zu Sodbrennen führen. Außerdem sollte man lieber mehrere kleine Mahlzeiten auf den Tag verteilt zu sich nehmen und nicht zu hastig essen.
Weitere Ursachen für Sodbrennen sind Rauchen, Übergewicht, enge Kleidung, die auf den Magen drückt und Stress. Des Weiteren können Arzneimittel, wie z.B. ASS, Sodbrennen als Nebenwirkung haben.
Schwangere sind häufig von Sodbrennen betroffen. Das liegt zum einen an den hormonellen Veränderungen im Laufe der Schwangerschaft und zum anderen am Ungeborenen, das gegen den Magen drückt.
Kurzzeitige und rasche Linderung bei Sodbrennen schaffen die sog. Antazida (z.B. Talcid®, Maaloxan®). Diese neutralisieren überschüssige Magensäure und beseitigen somit gezielt den Auslöser der Beschwerden. Bei der Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln sollte ein zeitlicher Abstand von 2-3 Stunden eingehalten werden, da es ansonsten zu Wechselwirkungen kommen kann. Für Schwangere eignet sich Rennie® bei Sodbrennen gut. Eine längere Wirkung erzielt man mit Medikamenten, die die Säureproduktion des Magens hemmen. Dies sind Arzneimittel mit Wirkstoffen wie z.B. Ranitidin (u.a. von ratiopharm®) oder Omeprazol / Pantoprazol (z.B. Antra®, Buscogast®). Letztere sind seit kurzem in niedriger Dosierung in kleinen Packungsgrößen auch rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei diesen Medikamenten ist allerdings auch auf Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu achten. Sie sind nicht für jeden Patienten uneingeschränkt geeignet.
Generell gilt: Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb einiger Tage oder tritt sogar eine Verschlimmerung auf, so ist zur genaueren Abklärung ein Arzt aufzusuchen.
